Schachturnier an der Judith-Kerr-Schule

01.02.2024

Kleine Sensation bei der Berliner Schulschachmeisterschaft WK V 23/24

Die Ausgangslage beim Wiedereinstieg in die Berliner Schulschachmeisterschaft der Judith Kerr Grundschule war klar: Es hatten sich neun Mannschaften gemeldet. Dabei waren die ersten sechs Mannschaften direkt für das Halbfinale gesetzt. Ludwig-Hoffmann, Alt-Schmargendorf und Judith-Kerr mussten in einem Viertelfinale die beiden Mannschaften ausspielen, die sich ebenfalls noch fürs Halbfinale qualifizieren könnten.

Als eine Mannschaft ohne Turniererfahrung waren wir der krasse Außenseiter. Der einzige Spieler mit größerer Erfahrung war Konstantin. Für Paul, Henri, Laurent, Louis und Ferdinand war es die erste Meisterschaftspartie. Um 10 Uhr trafen wir uns mit allen Teilnehmern in unserer Aula. Zunächst traten Alt Schmargendorf und Ludwig Hoffmann Grundschule gegeneinander an. Das Spiel wurde knapp mit 2 ½ zu 1 ½ für die Ludwig Hoffmann entschieden. Um 11 Uhr begann unsere erste Partie gegen unsere Gäste aus Friedrichshain. 30 Minuten Bedenkzeit für jeden Spieler, also maximal eine Stunde Spielzeit. Und es lief sehr gut. Es wurden keine Figuren verloren oder eine Dame unachtsam eingestellt (also verloren). Bereits im Mittelspiel, kurz nach den ersten Eröffnungszügen konnten sich Paul, Laurent und Henri entscheidende Vorteile rausspielen. Figurengewinne kamen dazu und schließlich konnten alle drei ihre Spiele gewinnen. Die Niederlage von Konstantin gegen einen deutlich stärkeren Spieler war egal. Dann folgte das letzte Spiel gegen die Alt Schmargendorf. Wir benötigten noch einen Punkt um uns für das Halbfinale zu qualifizieren. Zum Einsatz kamen diesmal Louis und Ferdinand für Henri und Laurent. Leider lief es überhaupt nicht gut für uns. Ein Durchbruch auf dem Königsflügel brachte Louis in große Schwierigkeiten und nachdem sein Gegner munter weitere Figuren zum Einsatz brachte, kam dann das schnelle Schachmatt. Auch an den anderen Brettern lief kaum etwas zusammen. Konstantin hatte gegen seinen sehr starken Gegner zwei Bauern weniger, was bei seiner Spielstärke schon ein großer Unterschied war. Auch Paul tat sich schwer gegen seinen Gegner und seine Partie ging dann im Endspiel verloren. Es blieb also nur noch Ferdinand übrig, der für uns den letzten Punkt holen musste. Und Ferdinand gelang es die Partie offen zu halten und seinen Gegner auf der Grundlinie Schachmatt zu setzen. Puh. Da war der Punkt den wir brauchten. Es spielte nun keine Rolle mehr, dass die letzte Partie verloren wurde. 1:3 hieß es am Ende. Erleichterung machte sich breit. Das Halbfinale war erreicht. Jetzt kommen noch stärkere Gegner, aber wir freuen uns schon sehr.

Ich möchte mich an dieser Stelle noch bei den Spielern und Verantwortlichen der Alt Schmargendorf und der Ludwig Hoffmann Schule für die unglaublich positive und nette Atmosphäre bedanken, die wir bei dem Viertelfinale hatten. Falls noch jemand an der Judith Kerr Grundschule Lust bekommen hat Schach zu spielen:

Die Schach AG ist jeden Freitag nach dem Unterricht. Fragt einfach Herrn Lippert oder Herrn von Thaden. Wir freuen uns über jede neue Spielerin und jeden neuen Spieler.

Mirko von Thaden